{"id":519,"date":"2010-11-21T21:31:47","date_gmt":"2010-11-21T20:31:47","guid":{"rendered":"http:\/\/wampflers.ch\/wp\/?page_id=519"},"modified":"2024-09-02T18:04:05","modified_gmt":"2024-09-02T16:04:05","slug":"richtig-laufen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wampflers.ch\/wp\/?page_id=519","title":{"rendered":"Faktoren zum Erfolg"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Die 4 Erfolgsfaktoren f\u00fcr dein Training<\/strong><\/h2>\n<h5>Andreas Butz<\/h5>\n<h5><strong>Manche L\u00e4ufer sind besser als andere. Sie trainieren nicht mehr, liefern dennoch die bessere Wettkampfergebnisse ab. Woran mag das liegen? Eine Frage, die viele L\u00e4uferinnen und L\u00e4ufer besch\u00e4ftigt. Was macht der Kerl, was macht die L\u00e4uferin da vorne, anders als ich? Mit Talent, Trainingsfleiss und Trainingseffektivit\u00e4t kann man die meisten dieser Fragen beantworten. Ein gesunder Lebensstil rundet den Gesamterfolg ab.<\/strong><\/h5>\n<h5>Der Erfolgsfaktor <strong>Talent <\/strong>ist genetisch bedingt. Innerhalb unserer M\u00f6glichkeiten k\u00f6nnen wir das Beste aus unserem K\u00f6rper herausholen. Die muskul\u00e4ren Voraussetzungen, der Anteil von schnell und langsam kontrahierenden Muskelfasern, aber auch unsere Stoffwechselveranlagung entscheidet, wie wir auf Trainingsreize reagieren, wie schnell sich der K\u00f6rper an die geforderten Leistungen anpasst. Viele von uns kennen Menschen, die scheinbar essen k\u00f6nnen was sie wollen und dennoch nicht zunehmen. Auch kennt man Sportler, die mit nur wenig Krafttraining Muskelberge aufbauen, f\u00fcr die andere deutlich mehr Zeit investieren m\u00fcssen. In der genetischen Veranlagung liegt ein Teil der Ursachen. Ich zum Beispiel bin in der Lage den einen oder anderen Athleten als Trainer zu einem Marathon in 2:30 Stunden zu verhelfen. Selber jedoch k\u00e4mpfe ich seit Jahren mit den 3 Stunden als meine pers\u00f6nliche Schallmauer. Den eigenen Erfolg und Misserfolg allein mit dem Talent zu erkl\u00e4ren, ist aber zu oberfl\u00e4chlich.<\/h5>\n<h5>Ohne Fleiss kein Preis &#8211; das Sprichwort gilt!<\/h5>\n<h5>Der Erfolgsfaktor <strong>Trainingsfleiss<\/strong>, oft limitiert durch die privaten und beruflichen Rahmenbedingungen, setzt ebenfalls Leistungsgrenzen. Mit drei Trainingseinheiten pro Woche wird niemand die 3-Stundengrenze knacken, je nach Talent reicht es noch nicht mal f\u00fcr 4 Stunden. Die Summe der Trainings- und Wettkampfkilometer, \u00fcber Wochen, Monate und Jahre, bereiten einen auf die n\u00e4chst h\u00f6heren Leistungen vor. Hierbei geht es sowohl um die Erfahrung die z\u00e4hlt, als auch um die k\u00f6rperliche Anpassung. So kann sich beispielsweise das Herzkreislaufsystem viel schneller an l\u00e4ngere Laufeinheiten anpassen als der Bewegungsapparat. Ein Grund, warum viele der Schnellstarter, ich meine hiermit die \u201evon 0 auf 42 in einem Jahr Typen\u201c, nach ihrem ersten Marathon mit Verletzungen zu k\u00e4mpfen haben. Die Muskeln, B\u00e4nder und Sehnen h\u00e4tten bei ihnen l\u00e4nger gebraucht als es Kopf, Lunge und Herz erforderten. Gut daran tut, wer seine sportlichen Ziele realistisch plant. Und f\u00fcr die meisten realistischen Pl\u00e4ne gilt: Es gibt keine zu grossen Ziele, es gibt nur zu kurze Fristen.<\/h5>\n<h5>Der dritte entscheidende Erfolgsfaktor f\u00fcr die eigene Leistung ist die <strong>Trainingseffektivit\u00e4t<\/strong>. Das Thema Effektivit\u00e4t ist eines meiner Lieblingsthemen, wenn ich bei meinen Seminaren und Vortr\u00e4gen \u00fcber Laufen referiere. Die Gedanken daran, wie man m\u00f6glichst viel aus der investierten Zeit heraus holt, haben mich von Anfang an meiner Karriere als L\u00e4ufer und Trainer besch\u00e4ftigt. Die Antworten auf diese Frage haben sich bei mir sogar bis in den Wortschatz durchgesetzt. Von Training spreche ich nur, wenn ich laufe um einen Trainingsziel zu erreichen. Wenn ich mich hingegen von meiner Frau mit den Worten verabschiede \u201eich gehe eine Runde Laufen\u201c, dann jogge ich ohne Hintergedanken an ein Trainings- oder Wettkampfziel nur zur Freude durch den Wald. Training ist daher Laufen mit System. Jede Laufeinheit folgt einem sportlichen Ziel. Im Optimalfall weiss der trainierende Athlet bei jedem Training, warum er gerade wie lang und wie schnell l\u00e4uft. Er folgt einem Trainingsplan, einem Konzept, an dessen Ende eine wohl dosierte Tapering-Phase zu einer bestm\u00f6glichen Leistung bei einem Wettkampf f\u00fchrt. Wer tolle Ergebnisse ohne Trainingskonzept schafft, hat wahrscheinlich mehr Talent als andere, wird aber nie herausfinden, wozu er bei effektivem Training wirklich in der Lage w\u00e4re.<\/h5>\n<h5>Der vierte Erfolgsfaktor ist der <strong>Lebensstil<\/strong>. Hiermit meine ich insbesondere den Alkoholkonsum, das Nichtrauchen und die nachhaltige Umsetzung einer gesunden und leistungsf\u00f6rdernden Ern\u00e4hrung. Auch im Bezug auf diese Komponenten kennen einige von uns Menschen, die sogar damit prahlen, ihre sportlichen Leistungen trotz Rauchens und trotz regelm\u00e4ssigen Biertrinkens zu schaffen. Diese setzen schlicht andere Priorit\u00e4ten als Sportlerinnen und Sportler, f\u00fcr die das Laufen auch eine bedeutende Gesundheitskomponente hat. F\u00fcr die meisten L\u00e4ufer sind ihr Training, das gestiegene K\u00f6rpergef\u00fchl und die wiederentdeckte somatische Intelligenz, sogar die Ursachen daf\u00fcr das Rauchen zu lassen und den Alkoholkonsum einzuschr\u00e4nken. Wer dann noch erkennt, dass eine leistungsf\u00f6rdernde Ern\u00e4hrung nichts mit Energygel, Kohlenhydratriegel und isotonischen Sportlergetr\u00e4nken zu tun hat, sondern vielmehr das Ergebnis einer gesunden Alltagskost ist, der macht beim Erfolgsfaktor Lebensstil noch mehr richtig.<\/h5>\n<h5>Eine genaue Gewichtung, welche der vier Erfolgsfaktoren dominieren, traue ich mir nicht zu. Gut daran tut, wer alle als gleichbedeutend erkennt und die drei Erfolgsfaktoren die wir selbst in der Hand haben, den Trainingsfleiss, die Effektivit\u00e4t und unseren Lebensstil, gelegentlich hinterfragt. Trainiere ich ausreichend? Trainiere ich systematisch genug? Und passt mein Lebensstil zu meinen sportlichen Anspr\u00fcchen? Wer dies regelm\u00e4ssig macht, der wird nicht nur viel Freude, sondern garantiert auch anhaltenden Erfolg beim Laufen haben.<\/h5>\n<h5>Andreas Butz<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 4 Erfolgsfaktoren f\u00fcr dein Training Andreas Butz Manche L\u00e4ufer sind besser als andere. Sie trainieren nicht mehr, liefern dennoch die bessere Wettkampfergebnisse ab. Woran mag das liegen? Eine Frage, die viele L\u00e4uferinnen und L\u00e4ufer besch\u00e4ftigt. 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